Mission

Nachtflug 05

„Die Fracht braucht die Nacht“ ist eine Initiative der deutschen Logistikbranche, angestoßen durch die Lufthansa Cargo AG. Sie setzt sich für eine stärkere Berücksichtigung von volks- und betriebswirtschaftlichen Interessen bei der Regelung des Nachtflugbetriebs an deutschen Verkehrsflughäfen ein. Konkret will sie die Regierungskoalition im Bund darin bestärken, die im Koalitionsvertrag vorgesehene Novellierung und Präzisierung des Paragraphen 29b des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) umzusetzen und damit eine verlässliche gesetzliche Grundlage für zukünftige Entscheidungen über die Zulässigkeit von Nachtflügen zu schaffen. Es geht um einen fairen Konsens zwischen Wirtschaft, Politik und Bevölkerung.

Aktuell gibt es bei der Entscheidung über die Zulässigkeit von Nachtflügen an deutschen Flughäfen keine hinreichende gesetzliche Grundlage. Die Abwägung der Anforderungen der Logistikbranche mit den Bedürfnissen der Anwohner erfolgt auf den Einzelfall bezogen, was regelmäßig zu Insellösungen und nicht nachzuvollziehenden Verboten führt.

Die Bundesregierung bzw. die sie tragenden Fraktionen haben in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass sie diesen unhaltbaren Zustand beenden wollen, indem sie im § 29b LuftVG „eine gleichberechtigte und konsequente Nachhaltigkeitsabwägung von wirtschaftlichen, betrieblichen und dem Lärmschutz geschuldeten Erfordernissen auch bei Nachtflügen“ verankern.

Die Initiative „Die Fracht braucht die Nacht“ unterstützt die geplante Novellierung. Sie begleitet den Gesetzgebungsprozess und gibt dabei jenen Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar von einer funktionierenden und wettbewerbsfähigen Luftfrachtindustrie abhängig sind, eine Stimme. Sie will Politik und Öffentlichkeit für die Bedeutung der Luftfracht für die exportabhängige deutsche Wirtschaft sensibilisieren und aufzeigen, wie wichtig bundesweit Nachtflüge in funktionierenden globalen Logistikketten sind. Die Initiative tritt ein für einen für alle Beteiligten verlässlichen gesetzlichen Rahmen.