Vorstand Operations, Lufthansa Cargo AG
“Ich denke, heute war ein wichtiger Tag, einmal durch die Gründung der Initiative und zum anderen aber auch durch die Fachtagung selbst, die in sehr umfassender Weise das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet hat, das doch ein sehr komplexes Thema ist, das sehr emotional belegt ist und das ein sehr widerstreitendes Thema ist. Wir möchten mit der Initiative die Politik, die Öffentlichkeit zu einem Dialog einladen über die Themen. Wir haben es sehr begrüßt, dass heute auch durchaus Andersmeinende und Andersgesinnte bei der Tagung anwesend waren und ihren Beitrag geleistet haben. Wir möchten diesen offenen Dialog, denn eines muss das Ziel sein: Wir möchten, dass in der Bundesrepublik ein Rechtsrahmen gegeben ist, der verlässlich ist. Es gibt einen Nachtflugbedarf. Wir brauchen keine Nachtflüge, weil es so schön ist, nachts zu fliegen. Dieser Nachtflugbedarf ist von der Industrie, von der Marktseite her, von der Nachfrageseite her ganz klar definiert und im Übrigen seit dem Gerichtsverfahren in Kassel auch nicht mehr strittig. Die Initiative setzt sich aus Interessenvertretern der unterschiedlichen Teilnehmer an der Logistikkette zusammen, vom Urversender über den Spediteur über die Airline. Die Initiative soll all diese Positionen, diese Notwendigkeiten, diese Sichtweisen, Bedürfnisse und auch die Konsequenzen, die ein potenzielles Nachtflugverbot hätte, bündeln und artikulieren, eben in Richtung der Politik deutlich machen, um welche Positionen es hier geht, um welche Konsequenzen es hier geht. Und dass es nicht nur um die Konsequenzen für ein einzelnes Unternehmen geht, wie zum Beispiel der Lufthansa Cargo, sondern dass es hier auch um die Konsequenzen geht für viele, viele zahlreiche Unternehmen des Mittelstandes – vor allen Dingen in der Speditionswirtschaft.”