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Heiner Rogge, DSLV

Heiner Rogge

Hauptgeschäftsführer, Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV)

“Wir sind als Exportnation darauf angewiesen, dass wir auch eilige Güter, Medizingüter, Produktionsteile, Ersatzteile, sag ich mal, rund um die Uhr auch zu den Kunden bringen können. Und wir haben eigentlich zu Frankfurt keine Alternative. Deswegen haben unsere Mitglieder in den letzten Jahren auch sehr großflächig investiert in Frankfurt in der Cargo City Süd. Wir sind ja der Logistikstandort Nummer 1 in Europa und haben auch die führenden Unternehmen hier. Wir brauchen einfach den 24-Stunden-Betrieb, damit wir in bestimmten Bereichen eben auch unsere Kunden sozusagen umfassend bedienen können, was sonst von ausländischen Standorten aus gemacht werden könnte, und dann sind wir der zweite Sieger. Und das sollten wir uns, nachdem wir hier auch die Wertschöpfung haben in der Logistik in Europa, in Deutschland nicht leisten. Bei einem totalen Nachtflugverbot in Frankfurt und der Option, dass möglicherweise die Lufthansa Cargo hier nicht mehr operieren würde, müssten wir natürlich auch mit unseren eigenen Anlagen reagieren, sie auch woanders errichten, und wir müssten die gesamte Logistikkette umorientieren. Das heißt, hier wären Arbeitsplatzabwanderungen notwendig, die müssten woanders angesiedelt werden, aber eben zu höheren Kosten und zu größeren Ineffizienzen. Das heißt, auch wir leiden betriebswirtschaftlich unter solchen Prozessen. Wir sind hier schon in einer geschlossenen Front, aber wir haben ja auch gesagt: Wir wollen nicht die totale Freiheit, sondern wir wollen einen vernünftigen Interessenausgleich haben, und da sind wir auch zur Diskussion bereit. Aber die Diskussion muss stattfinden, und sie kann nicht schwarzweiß stattfinden, sondern man muss hier vernünftige betriebswirtschaftliche Regelungen haben, die auch die Interessen der Anwohner dann mit berücksichtigen. Das ist ganz selbstverständlich für uns.”