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News - Die Fracht braucht die Nacht

Logistik schläft nie

Initiative „Die Fracht braucht die Nacht“ fordert zum Tag der Logistik wettbewerbsfähige Betriebszeiten an deutschen Flughäfen

Frankfurt, 14.4.2011

Anlässlich des Tages der Logistik hat die Initiative „Die Fracht braucht die Nacht“ ihre Forderung einer verlässlichen gesetzlichen Grundlage für die Regelung des Nachtflugbetriebs an deutschen Verkehrsflughäfen bekräftigt. Auf dem Frankfurter Flughafen präsentierte die Initiative, welch breites Spektrum an Logistik-Spezialisten in die Abwicklung von Gütertransporten in der Nacht eingebunden ist. Im Fokus standen die Tätigkeiten eines Handlingsagenten am Beispiel der LUG Aircargo Handling GmbH, der Scan-Vorgang sowie das Verpacken von Gütern bei der Spedition Kühne & Nagel sowie die Verladung und Bereitstellung eines Frachtfluges bei Nightexpress.

Deutschland ist internationaler Logistikchampion und das wichtigste Land im europäischen Luftfrachtverkehr. Mit der Deutschen Post DHL und dem Deutsche Bahn Konzern stammen die größten Logistikunternehmen der Welt aus Deutschland. Gemessen am Warenwert gehen etwa 40 Prozent aller deutschen Exporte per Luftfracht in die ganze Welt. Die Bruttowertschöpfung des Nachtflugverkehrs in Deutschland beträgt 8,6 Milliarden Euro, dabei hat die Fracht einen Warenwert von circa 120 Milliarden Euro. Allein von den Flugbewegungen in der Nacht sind derzeit rund 84.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt abhängig.

In den nächsten zehn Jahren wird sich das weltweite Luftfrachtvolumen beinahe verdoppeln. Damit Deutschland seine Position im weltweiten Handel behaupten kann, braucht die Logistikbranche verlässliche Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähige Betriebszeiten an deutschen Flughäfen. Paris, Amsterdam, London oder Dubai konkurrieren im Transkontinentalverkehr mit Deutschland und bieten deutlich liberalere Betriebszeiten. Hierzulande haben inzwischen 13 der 17 größten Flughäfen weitgreifende Nachtflugverbote.

Ohne international wettbewerbsfähige Betriebszeiten droht Deutschland eine zeitweise Abkopplung vom Weltluftverkehr und damit von den globalen Märkten. Betroffen sind davon nicht nur die Existenz und die Arbeitsplätze einiger Airlines und Großflughäfen. In der Nähe der großen Drehkreuze haben sich unzählige kleine und mittlere Logistikbetriebe sowie global tätige Produktionsunternehmen angesiedelt, die von den Nachtflugbewegungen abhängig sind. Die Initiative „Die Fracht braucht die Nacht“ vertritt die Interessen der Akteure der Logistikbranche und setzt sich für eine verlässliche Regelung des Nachtflugbetriebs an deutschen Flughäfen ein. Sie fordert eine angemessene Berücksichtigung von volks- und betriebswirtschaftlichen Anforderungen bei der Regelung des Nachtflugbetriebs und unterstützt damit die Bundesregierung bei dem Ziel, den Paragraphen 29b im Luftverkehrsgesetz entsprechend anzupassen.

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