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Automobilverband VDIK macht sich für just in time stark


Volker Lange

Volker Lange
Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e. V. (VDIK)

Die hiesige Pkw- und Nutzfahrzeugindustrie ist dringend auf funktionierende Lieferketten angewiesen, die sie rund um die Uhr mit Komponenten und Ersatzteilen versorgen. Darauf weist Volker Lange, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e. V. (VDIK), in einer Stellungnahme gegenüber dem Newsletter hin: “Ich will keine Richterschelte betreiben, aber bei weiteren juristisch verfügten Nachtflugeinschränkungen oder gar völligen Schließungen deutscher Großflughäfen in den Nachtstunden sind Zustellungen nach dem Just-in-time-Prinzip zumindest hierzulande nicht mehr möglich”, sagt Lange. Dies betreffe neben seiner Branche eine Vielzahl von Industrien und gefährde daher insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland, so der VDIK-Präsident. Wörtlich sagt er: “Die Kunden erwarten von unseren Mitgliedsunternehmen die schnelle Erledigung ihrer Aufträge. Grundvoraussetzung dafür sind aber verlässliche und schnelle Transporte von Komponenten, von denen viele wegen der Dringlichkeit per Flugzeug befördert werden müssen.”

Erläuternd verweist der Verbandspräsident auf die hohe internationale Verflechtung der Pkw- und Nutzfahrzeugindustrie. Sie operiere arbeitsteilig, was die zeitgenaue Belieferung der Werke, Händler und Werkstätten mit Bau- und Ersatzteilen zwingend erforderlich mache. Diese interkontinental eng getakteten Laufketten sieht er durch weitere nächtliche Flughafenschließungen zum Schaden der Pkw- und Nutzfahrzeughersteller sowie der hiesigen Importeure gefährdet. Ergänzend hebt er hervor, dass “neben der Industrie auch viele Beschäftigte bei Airports, Fluglinien und Speditionen die Folgen spüren werden, da jede weitere Flughafensperrung zwischen Mitternacht und frühmorgens zwangsläufig Jobs kosten wird”.

Der VDIK wurde 1952 in Frankfurt am Main gegründet. Mitglieder sind die deutschen Generalvertretungen der internationalen Automobilindustrie, etwa Chevrolet, Honda, Fiat, Toyota, Volvo, Renault, PSA oder Mazda, aber auch die VW-Töchter Seat sowie Skoda. Über die 30 Mitgliedsunternehmen des VDIK werden hierzulande jährlich mehr als eine Million Pkw sowie rund 100.000 Nutzfahrzeuge eingeführt.